Vier Seiten der Diskriminierung – meine eigenen Erfahrungen

Eine Erfahrung, in der Sie Opfer von Diskriminierung waren:

Als Krankenschwester während meiner Diplom-Nostrifizierung wurde ich von einigen Arbeitskollegen gemobbt. Sie versuchten damals immer meine Aussagen zu dementieren. Ich habe in diesem Zeitraum meine Motivation für die weiteren Schritte verloren, weil ich keine Unterstützung bekam. Ich reagierte auf diesen respektlosen Umgang mit mir so, dass ich mich zurückzog und nur mit bestimmten Kollegen kommunizierte.

Eine Erfahrung, in der Sie Zeuge/Zeugin von einer Diskriminierung oder Gewalttat gewesen sind und Sie interveniert haben:

In der Volksschule wurde eine Schulkollegin vom mir wegen ihre Krankheit von den anderen gemobbt. Sie war eine Vorzeigeschülerin. Mit der Zeit bemerkte ich, wie ihre Motivation beim Lernen und andere Schulaktivitäten verloren ging. Ich machte mit ihr aus, dass wir gemeinsam zur Schuldirektorin hingehen.

 Eine Erfahrung, in der Sie selber jemanden diskriminiert haben:

Als 5-jähriges Kind diskriminierte ich gemeinsam mit meiner Nachbarschaft einen Jungen aufgrund Down Syndrom. Es gab damals in meiner Umgebung fast gar keine Kinder mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. Da das für mich und meine Freunde fremd war, reagierten wir unangemessen, im Sinne der Ignoranz und Ausschluss vom Spiel.

 Eine Erfahrung, in der Sie Zeuge/Zeugin von einer Diskriminierung oder Gewalttat gewesen sind und Sie nicht interveniert haben:

Es ist schon öfter passiert, dass ich in der Öffentlichkeit sah, wie die Frauen, die ein Kopftuch tragen, diskriminiert wurden. Ich wusste in diesem Moment nicht, was ich tun soll. Eine effiziente Reaktion darauf hatte ich auch nicht, weil ich mich einer unangenehmen Situation nicht aussetzten wollte.

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